Wie man Klang angreifen kann - Rasmus Fleischer (SE)
Posted Februar 12th, 2008 by Volker E.Eine kurze Rechts- und Mediengeschichte zum Fluchtverhalten von Musik im Zeitalter ihrer erweiterteten Besitzbarkeit.
Rasmus Fleischer, einer der Mitbegründer der Schwedischen Piratenbüros (Wikipedia-Eintrag) wird einen Vortrag über seine Forschungsprojekt halten. Verschiedene Formen der musikalischen Notation, Strategien zur Sicherung des Urheberrechts und deren Modifikationen im aktuellen Netzmedium und seinen Formen der Distribution werden im Thema stehen.
Datum: Freitag, 15.2.2008
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Museumsquartier, Quartier für Digitale Kultur, Raum D/quartier 21
Heutzutage ist jede Aufnahme von Musik durch mehrere Ebenen immateriellen Urheberrechts geschützt. Folglich sind es die Schutzgesellschaften des Urheberrechts, welche die Gebrauchsformen von Musik strikt regulieren und genau festlegen, in welche Wertkategorie ein Stück eingeordnet wird und wieviel Geld dafür jeweils an die Schallplattenproduzenten, die Musikverlage und verschiedene andere Akteure fließt. Etwa die Neuproduktion von Musik aus Samples sind dadurch praktisch untersagt, - oder gezwungen, im Graubereich zu operieren. Wie kam es dazu?
Das Urheberrecht - und seine philosophische Grundlage in der Unterscheidung zwischen "Idee/Inhalt" und "Ausdruck/Form" - wurde ausschließlich für geschriebene Texte konstruiert. Bald darauf wurde es auch auf geschriebene Musik erweitert. Einen qualitativ völlig andere Transformation sollte darin bestehen, es auf den musikalischen Klang als solchen auszuweiten. Dazu bedurfte es einer langen Zeitspanne, die allein mit der Einführung von Aufnahmetechniken nicht abgeschlossen war.
In Bezug auf seine historischen Forschungen wird Rasmus Fleischer diese Entwicklung nachvollziehen. Tatsächlich begann diese als gewerkschaftlicher Widerstand gegen die befürchtete `Mechanisierung´der Musik, als Verteidigung der Live-Performance gegen Ökonomie der Reproduktion. Dieser Widerstand wurde dann allerdings vom digitalen Zeitalter eher ins Gegenteil verkehrt. Als Wegmarken dieser Entwicklung werden Phänome wie der Wiederstand gegen Kassettenrekorder, das DJ:ing und Synthesizer behandelt und an einigen Audio- und Videobeispielen vorgeführt, wie ältere und zeitgenössische Praktiken der Kunst mit der gängigen Auffassung von Urheberrecht auf Musik im Konflikt stehen.
Rasmus Fleischer ist Musiker und Historiker. Er forscht z. Zt. als Stipendiat der Södertörn Universität, Stockholm, zur Geschichte des Urheberrechts. Er gehört ebenfalls zu den Gründern des schwedischen Piratenbüros. (Photo: Malin Arnesson, on the right: Markus Nieminen; source)
access to tools
Posted Januar 6th, 2008 by armina little about hippies and computers
Kerstin von Gabain
Musik: Binär (live)
Freitag, 11. Jänner 2008, 19:00
Transforming Freedom
Museumsquartier, Q21 / QDK
Kurator: Armin B. Wagner

(ohne titel), dia

tinker toy, Zeichnung

binär, performt

further, mesh
Das Mesh wurde von Kerstin von Gabain entworfen, von Marcus Hinterthuer gestaltet und kann für nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden: Further.zip (908 kB)
Ein Heft über das Happening ist als pdf-Datei vorhanden: access_to_tools.pdf (756 kB)
Network Glimpse 02: Dunkle(s) Vorfahren, Eröffnung am 02. Oktober, 19:00 Uhr
Posted September 24th, 2007 by Volker E.Die zweite Ausstellung im Rahmen der Reihe „Network Glimpse“ trägt den Titel „Dunkle(s) Vorfahren“. Es handelt sich um ein Werk des Wiener Künstler Thomas Naegerl, in Eigenbeschreibung Skulpteur - Urbanist.
Eröffnung ist am 02. Oktober 2007 im Raum von Transforming Freedom, um 19:00 Uhr.
Dunkle(s) Vorfahren by Thomas Naegerl
Das kleinste Licht erhellt das Dunkle.
Die Installation ist bis 16.10. zu sehen – mehr zum Künstler unter www.naegerl.com
Kostenlose Mentale Reise! Bad Beuys Reisebüro
Posted Juni 26th, 2007 by Volker E.Bad Beuys Reisebüro
28.06.2007, 19:00 Uhr Eröffnung
Museumsquartier, Electric Avenue, Transforming Freedom Koje
Das Reisebüro Bad Beuys ist ein Reisebüro für mentale Reisen. Die
Reisenden füllen zuerst ein Anmeldeformular aus, welches dem
Veranstalter zur Vorbereitung der Reise dient. Sind die Daten
ausgewertet, werden die Reisenden einzeln aufgerufen und in das
Innere des Reisebüros gebeten, wo sie auf einem Sitzsack Platz
nehmen, auf Wunsch ein Glas Bad Beuysium konsumieren und dann eine
Cyberbrille und Kopfhörer aufsetzen. Die Reisenden werden dann mit
Hilfe akustischer und visueller Signale, welche die Bad Beuys live
vor Ort generieren, stimuliert. Die Reise dauert ca. 10 Minuten und
ist in folgende drei Phasen gegliedert: ozeanische Selbst-
Entgrenzung, angstvolle Ich-Auflösung, visionäre Umstrukturierung.
Zum ersten mal war das Reisebüro Bad Beuys am 28.06.2007 im
Transforming Freedom Raum, Museumsquartier, Wien, der Öffentlichkeit
zugänglich. Circa 100 Personen waren anwesend, von denen 32 ein
Antragsformular ausfüllten und schließlich 24 die Reise antraten.
June, 15th: Vernissage of Marko Košnik - Operabil*:The early documents
Posted Juni 6th, 2007 by Volker E.
The first Artist-in-Residence of the Transforming Freedom-Project, Marko Košnik, is featured in a three week long screening. The opening will take place on June 15th, 6 PM at AiRBase, Museumsplatz 1, A-1060 Wien, next to the Freiraum, together with an introduction by Stephen Kovats, artistic director of the Transmediale Berlin.
It is situated at the newly installed AiR-BASE in the q21, just next to the Freiraum.
Operabil*: The early documents
Documentary video by Marko Košnik based on performances and installations of operabils from 2004 to 2007,
featuring materials from the following events:
2007: Operabil POW; performance lecture QDK – MQ, Istanbul,
Rumeli Han, PSWAR Amsterdam; Ditopia Bathyscaphe Trieste, performance installation,
Museum of Fine Arts, Ljubljana;
2006: The Missing Engine of Laputa, performance
lecture, Documenta Urbana 2, Kassel; Operabil Kobe, dance piece in interactive environment
(with Sumi Masayuki and Barbara Thun), Kobe – Maribor – Berlin;
2005: Operabil Shqiptare, Tirana Biennal 3, site-specific installation – action, Tirana; Operabil Vienna,
performance lecture, Serious Pop – OpenLab II;
2004: Ditopia 02, interactive installation,
Museum of Fine Arts, Ljubljana; Ditopia 05, interactive installation, Herouville Saint Clair
Opening: Fr 15.06., 18h. AiRBase, Museumsplatz 1, A-1060 Wien, next to the Freiraum
Exhibition will run from : 15.06. till 06.07., 10–20h
Link to the quartier21-page of the exhibition.
About Marko Košnik
Link to the artist´s website & videos and more archives
Algorithmen - Mit Allem rechnen!
Posted Februar 22nd, 2007 by Volker E.Es wird mit versteckten Aspekten der Digitalen Kultur experimentiert. Dieser Abend thematisiert die Geschichte von Algorithmen und ihre aktuellen Anwendungskontexte in Wirtschaft, Computerwissenschaft oder den Künsten.